Neue Kinderbuchecke für die Stadtbücherei Schrobenhausen

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    Der Teppich ist fertig verlegt, die neuen Möbel werden am Montag geliefert. Die Kinderbuchecke der Stadtbücherei in Schrobenhausen wird in diesen Tagen komplett auf den Kopf gestellt. Für die restlichen Umbaumaßnahmen muss die Bücherei vom 24. Oktober bis einschließlich 2. November schließen. Höhepunkt der Abteilung ist dann die farbenfrohe Sitzecke, die Kinder und Jugendliche zum Lesen einlädt.

    Einen Rückzugsort schaffen, das ist für Karin Göpfert, Leiterin der Stadtbücherei, das oberste Ziel der neuen Kinderbuchecke. „Man soll sich wohl fühlen und gerne zu uns kommen wollen“. Mehr als die Hälfte der aktiven Leserinnen und Leser sind Kinder und Jugendliche, allen voran Kinder bis zehn Jahre. „Deshalb möchten wir genau diesen Bereich neu und kindergerecht gestalten.“ Das Lesen an sich, so Göpfert, werde zwar in der Grundschule vermittelt. „Die Leseflüssigkeit und das einhergehende Leseverständnis entwickelt sich jedoch nur durch viel üben. Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Kindern dies bei uns zu ermöglichen.“ Die Idee und das Konzept zur Kinderbuchecke entstand bereits 2020 und wurde mit kleinen Änderungen auch so umgesetzt. Wichtig war stets, den jungen Leseratten eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

    Der Teppich wurde bereits verlegt, jetzt werden die neuen Möbel geliefert. Dann kann das Team der Stadtbücherei die neue Kinderbuchecke einrichten und gestalten. Fotos: Stadt Schrobenhausen

    Bis auf die Ritterburg, die 2016 neu gestaltet wurde, werden alle Möbel ersetzt und die bestehenden Regale durch niedrigere ausgetauscht. Diese sind maximal 1,5 Meter hoch. „Gerade für Kinder, die das Lesen erst für sich entdecken, soll die Hürde sehr leicht sein“, begründet Karin Göpfert. Die Regale werden zusätzlich mit sogenannten Schütten ausgestattet: Hier sollen vor allem Bücher für Kinder gelagert werden, die noch nicht so gut lesen können und sich den Lesestoff nach dem Cover und nicht anhand des Buchrückens aussuchen. Durch die Mischung aus geraden und geschwungenen Regalen wird die Fläche zudem deutlich aufgelockert. Um das Wohlfühllevel zu komplementieren, entstehen für die Kinder viele Sitzmöglichkeiten. Diese laden zum Stöbern ein, was viele Kinder dazu bringt, sich mehr mit den Medien zu befassen.

    Besonders gespannt ist das Team der Stadtbücherei auf den modernen Makerspace, der Einzug in der Kinderbuchecke halten wird. Als Makerspace werden offene Räume bezeichnet, in denen Menschen kreativ an physischen Objekten arbeiten. In der Bücherei soll dieser mit Tischen und Stühlen gestaltet werden, die flexibel angeordnet werden können. „Kinder und Jugendliche beschäftigen sich gerne mit Texten, die zum Experimentieren anregen“, weiß Göpfert. „Wir besitzen zum Beispiel bereits kleine Beebots und Ozobots, mit denen das Programmieren geübt werden kann. Die Möglichkeiten für Kreativität und Experimentierfreude sind unendlich.“ Die Angebote für den Makerspace werden die Mitarbeiterinnen nach und nach in der Bücherei einführen. Hier ist vor allem die Literaturpädagogin Heike Kielsmeier gefragt, die eigene Konzepte erstellen wird.

    Im Laufe der nächsten Woche ziehen über 10 000 Kinderbücher und 500 Kinderfilme in ihr neues Zuhause um. Ergänzt wird die Kinderbuchecke um Hörbücher, Spiele, Tonies und Sami Lesebären. Die Vorfreude bei Karin Göpfert ist enorm. „Wir sind so glücklich darüber, dass der Bereich kindergerecht ist und die Kinder nun auch gut an alles rankommen. Jetzt können wir mit ihnen nicht nur lesen und basteln, sondern in naher Zukunft auch experimentieren, programmieren und vieles mehr.“ (st-sob)

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