Konzert und Programmpräsentation der Kammerphilharmonie

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Der Geiger Ilya Gringolts zählt zweifellos zu den faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Für seine kompromisslosen, kenntnisreichen und ausdrucksstarken Interpretationen wird er international geschätzt. Am Donnerstag, 21. Mai, 20 Uhr kehrt der Ausnahmesolist zur Kammerphilharmonie zurück, nachdem er dort zuletzt im März 2023 mit Karl Amadeus Hartmanns Concerto funebre einen denkwürdigen Konzertabend gestaltete.

Im Zentrum des Programms steht Mieczysław Weinbergs „Concertino“ op. 42 für Violine und Streichorchester. Es entstand 1948 in einer Zeit tiefster politischer Repression und antisemitischer Verfolgung in der Sowjetunion. Die Biografie des Komponisten ist untrennbar mit den Katastrophen des 20. Jahrhunderts verbunden: Der aus Warschau stammende jüdische Musiker floh 1939 vor den Nationalsozialisten nach Russland; ein Großteil seiner Familie wurde im Holocaust ermordet. Diese existenziellen Erfahrungen spiegeln sich in seiner Musik wider: Besonders der langsame Mittelsatz des Concertino wirkt wie ein stiller Klagegesang auf eine zerrissene Epoche – ein Werk von fragiler Schönheit und tiefem Ausdruck.

Ergänzt wird die Werkschau durch Weinbergs Flötenkonzert Nr. 1 op. 75, das Anfang der 1960er Jahre während der kulturellen „Tauwetter“-Periode unter Nikita Chruschtschow komponiert wurde. Hier offenbart sich eine hellere, fast spielerische Seite Weinbergs: Tänzerische Leichtigkeit, jazzige Klezmer-Anklänge und ein schier unerschöpflicher melodischer Einfallsreichtum prägen dieses Werk und bilden einen spannungsvollen Kontrast zum ernsthafteren Concertino. Die Aufführung der Weinberg-Werke im ersten Konzertteil wird zudem im Rahmen einer CD-Produktion aufgezeichnet.

Zum Abschluss erklingt Rodion Schtschedrins berühmte „Carmen-Suite“ für Streichorchester und Schlaginstrumente. Bei ihrer Uraufführung 1967 in Moskau löste die Komposition einen Skandal aus, da die sinnliche, freiheitsliebende Carmen-Figur den sowjetischen Kulturfunktionären als zu provokant galt. Heute zählt die Suite zu Schtschedrins populärsten Schöpfungen – eine mitreißende, rhythmisch explosive Neubearbeitung der berühmten Opernmotive von Georges Bizet.

Das Publikum erwartet ein Konzertabend zwischen virtuoser Brillanz, historischer Erinnerung und außergewöhnlicher musikalischer Ausdruckskraft – angeführt von einem Solisten, der wie kaum ein anderer für Entdeckergeist und interpretatorische Intensität steht.

Ausblick auf die Saison 2026/27:
Bereits um 19 Uhr lädt die Kammerphilharmonie zur Präsentation des neuen Saison-Programms 2026/27 in den Festsaal ein. Gemeinsam mit dem Künstlerischen Leiter und Chefdirigenten Ariel Zuckermann werden die Höhepunkte der kommenden ABO-Reihe vorgestellt.

Ein zentraler Pfeiler der neuen Spielzeit wird das Gedenken an Ludwig van Beethoven sein, dessen Todestag sich 2027 zum 200. Mal jährt. Zudem dürfen sich Musikfreunde erneut auf internationale Solistengrößen freuen: Künstler wie Vivi Vassileva, Julien Chauvin, Kolja Blacher, Linus Roth und Avi Avital werden in der kommenden Saison in Ingolstadt zu Gast sein.

Donnerstag, 21. Mai 2026, 20.00 Uhr
Festsaal Ingolstadt

Programm
Mieczysław Weinberg: Flötenkonzert No. 1, Op. 75
Mieczysław Weinberg: Concertino op. 42 für Violine und Streichorchester
Rodion Schtschedrin: Carmen Suite für Streichorchester und Schlaginstrumente

Ilya Gringolts: Violine
Ariel Zuckermann: Leitung

Weitere Informationen finden Sie hier www.kammerphilharmonie-in.de
Einblicke und Aktuelles gibt es auf den Social-Media-Kanälen
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https://www.instagram.com/kammerphilharmonieingolstadt/

Ticket-Infos:
Ticketpreise:
Normalpreis / Normalpreis mit Vorteilscard
Kategorie 1: 62,- € / 54,- €
Kategorie 2: 53,- € / 46,- €
Kategorie 3: 42,- € / 37,- €
Schüler, Studierende und Auszubildende: 10,- €
Tickets sind ab sofort hier erhältlich:
Tickethotline: 0841/305 28 22 oder per E-Mail: kartenbuero@ingolstadt.de
Ticket Regional: 0651/97 90 777 oder unter www.ticketregional.de
Ticketservice am Westpark Ingolstadt: 0841/493 21 28

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