Flotte Klänge in der Münsterkirche Bergen

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Am Sonntag, den 3. Juli, um 17 Uhr dürfte sich ein Besuch im Münster Heilig Kreuz in Bergen einmal mehr lohnen. Zu Gast ist auf Einladung des Freundeskreises „Kultur im Baringer Münster“ das Eichstätter Kammerorchester unter der Leitung von Georg Hanauska, welches in dem wegen seiner hervorragenden Akustik bestens geeigneten Kirchenraum mit einem klug zusammengestellten Programm konzertiert, das nicht alle Tage zu hören ist.

Der renommierte Klangkörper bietet eine flotte Folge kurzer, knackiger Stücke aus Barock und Klassik, die eher selten gespielt werden. Dabei übernehmen die Oboe und das Englisch Horn eine wichtige Rolle, die Klangfarbe dieser verwandten, aber doch so unterschiedlichen Instrumente sorgt für eine besondere Note.

Den Solopart übernimmt Christoph Semmlinger, von vielen Konzerten in der ganzen Region her bestens bekannt. Den tragenden, klaren und verführerischen Klang der Oboe kann er im g-moll-Konzert von Georg Friedrich Händel für Oboe und Streicher ebenso auskosten wie in Ausschnitten aus der B-Dur-Sinfonie von Johann Christian Bach, neu arrangiert von Florian Morczinek.

Spannend dürfte ein weiteres Stück mit dem Solisten Christoph Semmlinger werden, das für die Zuhörer vermutlich musikalisches Neuland darstellt. Zu hören ist ein kaum bekanntes Mozart-Werk (KV 580a) für Englisch Horn und Streicher. Dieses Adagio wurde von Helmut Renz arrangiert und überrascht durch Elemente, die man von Mozart eher nicht erwarten würde.

In drei Werken, die auch nicht unbedingt zum gewohnten Barock- und Klassik-Kanon zählen, kann sich das Kammerorchester symphonisch beweisen. Die Kammersinfonie von Johann Christoph Pepusch wartet darauf, dass ihr musikalischer Witz zur Geltung kommt. In der Sinfonie B-Dur von Franz Xaver Richter darf  das Orchester zeigen, dass es auch recht flotte Ecksätze bewältigt. Und drei Sätze aus dem Concerto grosso in c-moll von Georg Friedrich Händel lassen die Qualität erkennen, die in den großen Barockkomponisten steckt.

Eine zuverlässige Mitstreiterin haben die Streicher in der Cembalistin Claudia Esch.

Der Eintritt ist frei, eine Spende ist aber herzlich erbeten.

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