Ein Schatz aus dem Werk von Johann Simon Mayr

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    Als musikalische Schatzgräber präsentieren sich wieder einmal die Verantwortlichen des Simon-Mayr-Chors: Aus dem Spätwerk des seinerzeit gefeierten Komponisten legen sie nunmehr erstmals die Missa d-Moll vor. Das Werk entstand um 1830 und  zeigt Mayr im Zenit seines Schaffens: ein Komponist, der nicht nur dem liturgischen Text farbig nachspürt, sondern auch den mitreißenden Schwung des versierten Opernmeisters einbringt.

    Das Konzert findet am Sonntag, 24. Juli 2022, im Rahmen des Mayr-Sommers und Universitätsjubiläums in der Ingolstädter Asamkirche Maria de Victoria um 12 Uhr statt.
    Mayr folgt bei seinen symphonischen Messvertonungen meist der Form einer mehrteiligen Missa concertata, rahmende Chorpartien wechseln mit virtuosen Arien. Den Vokalsolisten wird dabei häufig ein dialogisierendes Instrument beigestellt.
    Weit mehr als ein Jahr wurde an der Sichtung des Materials und an der Edition der d-Moll-Messe aus teilweise kaum lesbaren Manuskripten ehrenamtlich gearbeitet. Musikwissenschaft und Musikpraxis durchdringen sich beim komplizierten Erstellen eines korrekten Notentextes aus den originalen Vorlagen. So gleicht die Aufführung einer neu präsentierten Messe von Johann Simon Mayr jedes Mal dem spannenden Akt einer Uraufführung nach rund 200 Jahren.

    Bis 1800 war das kulturelle, auch das musikalische Leben in Ingolstadt von der Universität und deren Studenten geprägt. Einige dieser Studenten übernahmen während ihres Studiums kirchenmusikalische Funktionen an den Hauptkirchen der Stadt. Auch Johann Simon Mayr (1763-1845) zählt zu den mit der Universität verbundenen Komponisten von europäischem Rang. Mayr, 1763 im nahen Mendorf geboren, studierte ab 1777 an der Universität. Gleichzeitig schlug er in St. Moritz die Orgel. In Italien prägte er um 1800 nachhaltig die europäische Opernszene, auch als Lehrer und Mentor von Gaetano Donizetti.

    Als sich 1802 die Amministrazione della Misericordia Maggiore in Bergamo anschickte, Johann Simon Mayr zum neuen Kapellmeister an der Basilika Maria Maggiore zu wählen, wussten die Verantwortlichen, dass sie damit einen „überaus berühmten, an den wichtigsten Theatern in Italien aber auch in Europa höchst anerkannten Maestro“ gewinnen würden.

    Freilich dürfen die Erfolge des gefeierten Opernkomponisten das gewaltige kirchenmusikalische Werk nicht verdecken, das Mayr während seiner über vierzigjährigen Tätigkeit in und für Bergamo geschaffen hat. Die Produktion von Opern schloss Mayr um 1824 ab, die kirchenmusikalische Komposition reicht bis kurz vor seinen Tod.
    Johann Simon Mayr war stets bemüht, die besten Sänger Italiens für die Aufführung seiner Werke zu gewinnen – eine Verpflichtung und ein Ansporn auch für unsere Zeit:

    Anna Feith, Sopran
    Freya Apffelstedt, Alt
    Markus Schäfer, Tenor
    Niklas Mallmann, Bass
    Concerto de Bassus (auf authentischen Instrumenten)
    Simon-Mayr-Chor

    Vorab können für dieses besondere Konzert Eintrittskarten online unter www.konzerte-ingolstadt.de oder bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen (Ingolstadt: Ludwig Store in der Theresienstraße 13, Tourist Information Rathausplatz in der Moritzstraße 19, Westpark Center an der Information) gesichert werden.

    Restkarten sind an der Tageskasse ab 11 Uhr zum Preis von 25,- bzw. 20,- € (Rentner, Schwerbehindert), 10 € (Studenten), 5 € (Schüler ab 16 Jahren), Kinder bis 15 Jahre frei,  erhältlich.

    Das Projekt wird gefördert vom Kulturfonds Bayern, dem Bezirk Oberbayern und der Stadt Ingolstadt.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.mayr-sommer.de

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