Wien- und Weinseligkeit für einen guten Zweck

    Hotel Tipps

    Die Harfe und Georgien im Zentrum des GKO-Konzerts

    Im zweiten Abokonzert des GKO am 19. Oktober um 20.00 Uhr im Festsaal in Ingolstadt gehört die erste Konzerthälfte der Harfe. Der charismatische Harfenist...

    Städtische Galerie Pfaffenhofen: Künstlerkrippen gesucht

    Die Stadt Pfaffenhofen sucht Künstlerkrippen, die vom 25. November bis 23. Dezember im Rahmen einer Gruppenausstellung in der Städtischen Galerie sowie an ausgewählten Ausstellungsorten...

    Paradiesspiele: Nachholtermin für Zinner/Pongratz

    Das Konzert von Stephan Zinner und Maxi Pongratz im Rahmen der Paradiesspiele musste am 28. Juli wegen Regens abgebrochen werden. Der Nachholtermin steht nun...

    weitere Artikel

    Teilen

    Am vergangenen Samstag herrschte wieder Schrammelseligkeit in Eichstätt:  Die „Schrammelmusi“ des MuT e.V. entführte bei ihrem schon zur lieben Tradition gewordenen Heurigen in die weinselige Atmosphäre der Wiener Gebrüder Schrammel in die Jahrhundertwende zur Kaiserzeit zurück – und das zu einem guten Zweck.

    Ein ausverkaufter Saal erwartete Julia Kopischke, Thomas Herrler (Geigen), Peppi Adametz (Gitarre), Tobi Frey (Kontrabass) und Schorsch Irmer (Maurerklavier), die als Schrammelkapelle aufspielten.  Typische Wiener Klassiker wie der „Deutschmeister Regimentsmarsch“ waren da zu hören, aber auch der „Ungarische Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms oder die „Annen-Polka“, die auch beim Wiener Opernball intoniert wird.

    Die drei Sänger Andi Kaffka und Klaus Kopischke, die auch ihre Klarinette und Geige erklingen ließen, und Stephan Kaspar schmetterten dazu die obligatorischen Schrammellieder, aber auch Filmklassiker wie „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“ oder „Wien du Stadt meiner Träume“. Dabei erwies das Publikum erstaunliche Textsicherheit und stimmte kräftig mit ein in diese unvergesslichen Melodien. Als charmanter Moderator erwies sich einmal mehr Gerhard Julius Beck, der mit launigen Geschichten unterhielt, auch sängerisch-komödiantisch – etwa als er „mit seinem Dackel heimwärts wackelte“. Und auch der ehemalige Wirt des Trachtenheims, in dem bis 2019 der Heurige stattfand, Toni Strobl sang zur Freude der begeisterten Gäste u.a. den Paul-Hörbiger-Klassiker „Stellt’s meine Ross in Stall“.

    Bei allem Schmelz des Abends diente der Heurige aber auch einem guten Zweck: Der komplette Eintritt wurde vom MuT e.V. gerne auf 1500 € aufgerundet und übergeben.

    Das Geld geht dieses Jahr an den Förderverein palliative Versorgung e.V., der schwer kranken Menschen in ihren letzten Tagen Trost spendet und hilft, und dabei oft noch unglaubliche Dinge oder Erlebnisse ermöglicht. Hubert Grienberger und Josef Schmidramsl nahmen für den Verein den Scheck gerne entgegen. Nachdem sich aber Schmidramsl mit bewegten Worten eindrücklich bedankte und von der wichtigen Arbeit der ausschließlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter berichtete, kam es noch einmal zu einer spontanen Sammlung von zusätzlich 500 €, wieder aufgerundet durch den MuT. So kamen schlussendlich glatt 2000 € zusammen – die höchste jemals bei einem Heurigen erspielte Spendensumme!

    Damit war der Abend für alle Beteiligten mehr als gelungen: Für das Publikum, das noch lange nach Schluss „Drunt‘ in der Lobau“ pfeifend nach Hause schwelgte, und für die beiden Vereine, glücklich über die fantastische Resonanz. (mut)

    Anzeige